Allgemeine Infos zum bergbauhistorischen Lehrpfad in Dahlhausen

Der Bergbauhistorische Lehrpfad in Dahlhausen wurde vom Bergmannstisch Bochum-Süd entworfen und mit Unterstützung der Bezirksverwaltung Bochum-Südwest und der Stadt Bochum realisiert. Die Wartung und Pflege der Tafeln (Reinigung, Reparatur) obliegt dem Bergmannstisch Bochum-Süd, der außerdem auch Führungen für die Öffentlichkeit anbietet. So z.B. am Tag des Geotops in der dritten Septemberwoche, der bundesweit stattfindet und landesweit vom Geologischen Dienst organisiert und publiziert wird. Der Lehrpfad ist durchgehend mit dem Wegezeichen "Schlägel und Eisen" gekennzeichnet.
Der rund 14 km lange Wanderweg ist als Rundwanderweg angelegt; d.h. alle Punkte können in etwa vier Stunden erwandert werden. Die Wanderung kann aber auch in mehrere Teilabschnitte zu kleineren Rundwegen aufgeteilt werden. Die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr ist gegeben und am Dahlhauser Bf besonders gut. Der Bergbauhistorische Lehrpfad Dahlhausen ist Teil der Route der Industriekultur, die die industriekulturellen Potenziale des Ruhrgebiets u.a. das nahegelegene Eisenbahnmuseum in Dahlhausen vernetzt und touristisch vermarktet. Der Bergbauhistorische Lehrpfad ist außerdem Teil der GeoRoute Ruhr - Durch das Tal des schwarzen Goldes. Die GeoRoute Ruhr beschreibt den geotouristischen Wanderweg von Mülheim bis Schwerte.
Das Alleinstellungsmerkmal des bergbauhistorischen Lehrpfads in Dahlhausen: Der Lehrpfad vermittelt Erkenntnisse zu folgenden natur- und kulturgeographischen Themen:

Die hervorragende Bedeutung des bergbauhistorischen Lehrpfads in Dahlhausen liegt darin, dass die Karbongeologie und die gesamte Bergbaugeschichte vom Kohlengraben (im Mittelalter und davor), über den Stollenbergbau (ab 16. Jh.) bis zum Tiefbau (z.B. schräg einfallende Schächte am Schacht Berger, Tafel 25) und Senkrechtschächte ab Mitte des 19. Jahrhunderts (u.a. Zeche Hasenwinkel) in der attraktiven Erholungslandschaft des Bochumer Südwestens am Originalstandort anschaulich und fußläufig erlebt werden können.

Hier werden die einzelnen Punkte der Lehrpfads vorgestellt und mit der Zeit vervollständigt. Bei Bildbeschreibungen mit einem (v) öffnet ein Klick auf das Bild eine vergrößerte Ansicht. Nachzulesen ist diese Darstellung in der umfangreichen Dokumentation: Vom Kohlengraben zum Tiefbau. Wanderungen durch die Bergbaugeschichte und Geologie im Bochumer Südwesten. Informationen dazu unter dem Punkt Literatur im Auswahlmenue. Eine Übersicht der verkürzt angegebenen Quellen folgt nach den Einzeldarstellungen.

Übersichtskarte


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Startpunkt des Lehrpfads am Bahnhof Dahlhausen mit der Übersichskarte rechts im Bild

Freudlicherweise hat Herr Wolfgang Bartel den Weg für die GPS-Nutzung bearbeitet und auf gpsies.com zur Benutzung bereit gestellt. Herzlichen Dank dafür.

GPSies - Bochumer Bergbauweg+Geocaching)     Link klicken


Tafel 1

Mundloch des General-Stollen Nr. 2

Standort: Ecke Am Alten General/Kassenberger Straße

Der Stollen wurde so bezeichnet, weil er im Flöz Nr. 2 (heutige Bezeichnung Flöz Wasserfall) der Zeche General angelegt wurde. Sichtbar ist infolge einer späteren Höherlegung der Straße „Am Alten General“ in der Stützmauer des zur Gaststätte „Heinrichsbauer“ gehörenden Biergartens nur noch der obere Bogen des Stollenmundes. Unter dem Kanaldeckel vor dem Mundloch führt ein Schacht hinab zur Stollensohle. Der Stollen führte das Wasser aus den über ihm liegenden Abbaubetrieben der umliegenden Stollenzechen (bis in den Bereich Bochum-Weitmar) ab. Das Abpumpen aus Betrieb unter der Stollensohle gelang erst, als zuverlässige Dampmaschinen zur Verfügung standen.

Da der 1790 im Flöz General 2 aufgefahrene Stollen westlich des Primus-Sprunges zu Bruch ging, wurde etwas südlicher im 16 cm mächtigen Flöz Plaßhofbank ein neuer Stollen aufgefahren. Nachdem die Zeche Hasenwinkel zum Tiefbau übergegangen war, wurde 1863 der Erbstollen stillgelegt, da er nun seine Funktion verlor.
Heute erfüllt dieser Erbstollen immer noch seine Aufgabe, nämlich das über ihm liegende Gebirge zu entwässern. Nach starkem Regen hört man am Kanaldeckel vor dem Stollenmundloch, wie das Grubenwasser aus dem Erbstollen in den Entwässerungskanal fließt.

Flözkarte  Lage der Stollen (Ausschnitt Stollenkarte)

Mundloch General Nr.2  Stollenmundloch in den 1920er Jahren


Tafel 2

Weitmarer Sattel und Zeche Glocke

Standort: Im Stapel, gegenüber dem Haus Nr. 23

Wir sehen oberhalb des Straßenniveaus eine selten so gut sichtbare Ausbildung eines Sattels, der durch Faltungsvorgänge der ursprünglich waagerecht abgelagerten Gesteinsschichten entstanden ist. Der hier sichtbare Sattelkernes gehört zum Weitmarer Sattel.

Auf dieser Tafel wird die Faltentektonik erläutert: Der Weitmarer Sattel erlaubt einen Einblick in das Steinkohlenzeitalter (Karbon) vor 350 bis 285 Millionen Jahren, in dessen letzter Phase, dem Oberkarbon, rund 300 Steinkohle führende Schichten (Flöze) in einer mehr als 5000 m mächtigen Ablagerung am Rande des variszischen Faltengebirges entstanden waren. Am Ende des Karbons erfasste ein aus Süden kommender Faltenschub diese sandwichartige Sedimentationsabfolge von tropischer Vegetation sowie Sanden, Tonen und Gebirgsschutt und gliederte sie an das bereits aufgefaltete heutige Rheinische Schiefergebirge (u.a. Sauerland, Bergisches Land) an. Im Gegensatz zu der jüngsten Gebirgsbildung (Alpen, Anden, Himalaya) wurde das rund 3000 m hohe Faltengebirge in der Folgezeit schnell abgetragen und eingeebnet: Rumpfflächen kennzeichnen unsere heutigen Mittelgebirge (eine Abfolge von flachen Höhenstufen mit sehr steil eingeschnittenen Tälern).

Zeche Glocke
In diesem Bereich des am Tage zu sehenden Weitmarer Sattels, vielleicht einige Meter unter dem heutigen Straßenprofil, hat sich auch das Stollenmundloch der Zeche Glocke befunden, die schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Betrieb war. 1793 war in Oberdahlhausen östlich des Primus-Sprunges (Tafel 21) am heutigen Meinholtweg ein 44 Meter tiefer tonnlägiger Schacht der Zeche Glocke in Betrieb. Nach 1837 ist die Zeche Glocke stillgelegt worden. Die noch anstehenden Kohlenvorräte wurden später auf Grund eines Abbauvertrages von 1860 vom Tiefbauschacht Berger (Tafel 25) der Gewerkschaft Vereinigte General & Erbstollen abgebaut.
Nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zeit von 1951 bis 1960 fand unter dem Namen Glocke noch einmal auf Weideland des Bauern Wibbecke in Oberdahlhausen neben dem Sportplatz ein Kleinzechenbetrieb statt, der 1955 mit 27 Mann Belegschaft seine maximale Förderung von 8.929 t erreichte. Im ehemaligen Längenfeld von Glocke baute in den Jahren 1949 bis 1960 auch die Kleinzeche Schacht Ursula Kohle ab.

Sattelkern  Kern des Weitmarer Sattel 1938

Blockbild   Blockbilder zur Faltentektonik (v)


Tafel 3

Erbstollenmundloch General 5

Standort: Ecke Eiberger Straße/Am Ruhrort/Im Stapel

Es handelt sich bei diesem Stollen um den späteren General-Erbstollen Nr. 5, den eigentlichen Haupt-Erbstollen der Zeche Ver. General & Erbstollen. Mit dem Auffahren des Stollens im Flöz General Nr. 5 (Flöz Wasserfall) wurde noch im Herbst des Jahres 1792 begonnen. Da das Flöz hier infolge der starken Auffaltung wegen des hohen Gebirgsdruckes eine Aufrechterhaltung eines gesicherten Stollenvortriebes nicht erlaubte, wurde die Vortriebsstrecke bald wieder abgeworfen und noch zum Jahresende 1792 mit dem Ansetzen eines neuen Stollens im festen Gestein zwischen den Flözen General Nr. 5 (Wasserfall) und General Nr. 6 (Sonnenschein) begonnen. Der Stollen erhielt von der Gewerkschaft General die Bezeichnung „General-Stollen Nr. 5“. Das Stollenmundloch am Eingang des heutigen Hauses Eiberger Straße Nr. 62 liegt 0,47 Meter tiefer als das Mundloch des ebenfalls den Generaler Gewerken gehörenden Stollens General Nr. 2 (Tafel 1). Durch Querschläge aus dem General-Stollen Nr. 5 wurden die Flöze Sonnenschein und Wasserfall aufgeschlossen und abgebaut.
Der General-Stollen Nr. 5 wurde noch weiter vorgetrieben. Auch der technische Fortschritt in der Weiterverarbeitung der gewonnenen Steinkohlen fand auf der Dahlhauser Zeche General seinen Eingang. Neben dem Stollenmundloch, wurden schon 1813 Kohlen verkokt. Die Kokserzeugung fand in einem eintürigen Backofen statt, der noch stark an einen Holzkohlemeiler erinnerte.

 

Ausschnitt Stollenkarte   Ausschnitt Stollenkarte (v)


Stollenmundloch General 5  Stollenmundloch General 5


Tafel 4

Kleinzeche Gockel & Niebuhr

Standort: In der Straße Am Ruhrort zwischen Am Stapel und Am Birkenwald unterhalb des Kommunalfriedhofs Dahlhausen

Diese Kleinzeche wurde in der brennstoffknappen Nachkriegszeit 1946 „Am Ruhrort“, damals hieß das hier noch Scharpenseelstraße, von dem Bauunternehmen Gockel & Niebuhr im Pachtfeld der Gelsenkirchener Bergbau A.G. gegründet. Am 1. 3. 1947 erfolgte die Inbetriebnahme mit Abbau von Fettkohle aus Restbeständen des oberflächennahen alten Bergbaubetriebes der Gewerkschaft Vereinigte General & Erbstollen (Tafel 3). Im Jahre 1948 wurden 2600 t Fettkohle von 17 Mann Gesamtbelegschaft gefördert. Im Jahr 1949 erreichte man die maximale Förderung dieser Kleinzeche mit 4541 t bei 13 Mann Belegschaft. Am 15. 3. 1950 legte die Kleinzeche ihren Betrieb still. Im Hang zum Friedhof sind einige kaum erkennbare Mauerreste der Verladerampe erhalten.

Tafel am Standort  Tafel am Standort


Punkt 5

Stollen Neu-Ruhrort

Standort: Sandkuhle, nach Norden abzweigendes Seitental

Kohlengräberei und Bergbau sind in diesem Bereich schon früh, wohl um die Wende zum 18. Jahrhundert umgegangen. Regulärer Bergbau begann nach der Mitte des 18. Jahrhundert. Am 23. Juni 1769 muteten Johann Mathias Spennemann und Konsorten das Längenfeld Neu-Ruhrort. Über eine Verleihung ist aus dieser frühen Zeit nichts Genaues überliefert. Jedoch wurde kurz nach der Mutung der Betrieb aufgenommen. Der Abbau in diesem Längenfeld scheint nur sehr unregelmäßig und nur kurzfristig umgegangen zu sein. In den Jahren 1769 bis 1878 ist ein Betrieb nachgewiesen.

Im Jahr 1921 wurde das Abbaurecht Neu-Ruhrort durch die Gewerkschaft Herkules VIII aus Remscheid-Lennep angepachtet. Zu der Zeit besaß die Gewerkschaft Herkules VIII außerdem die Bergwerke der Gewerkschaft „Kleine Windmühle“ bei Sprockhövel, „Schöne Aussicht“, „von Goeben“ und „Ver. Emanuel“ bei Witten. Der 1920 begonnene Betrieb erfolgte durch den zweiten alten Stollen im Flöz Finefrau, dessen Mundloch bei 107 m über NN lag. Ein tonnlägiger Schacht wurde geteuft, dessen Fördersohle bei 20 m Teufe lag. 1921 wurden bis zum 1. August mit einer Belegschaft von 27 Mann 3.194 t Kohle gefördert. Ein weiterer tonnlägiger Schacht stand „im Abteufen“. Im Mai 1921 wurde die Kohlenförderung „wegen der Errichtung einer Brikettfabrik“ gestundet. Die Belegschaft wurde mit 40 Mann angegeben. Nach der Stilllegung kam am 1. September 1921 die Berechtsame an die Gewerkschaft Robert. Im Jahre 1943 wurde eine neue Gewerkschaft unter der Bezeichnung „Neuruhrort“ gegründet (Tafel 8).
Spuren des alten Bergbaus in diesem Bereich sind auch noch erhaltene alte Kohlentreiberwege, die den Bergbautreibenden zum Abtransport ihrer abgebauten Kohlen dienten. Diese Wege formten sich in Folge der Belastung durch Pferdefuhrwerke und Erosion zu häufig stark verschlammten Hohlwegen aus. Der Treiber lief auf der oberen trockenen Kante der Wege entlang, die heute schon längst von kräftigen Bäumen des umgebenden Waldes bewachsen sind.

Stollenpinge  Stollenpinge als Einkerbung im Hang erkennbar


Kohlentreiberweg  Reste eines Kohlentreiberwegs


Tafel 6

Schacht Johannes

Standort: Einmündung der Straße Am Birkenwald in die Straße Am Ruhrort

Im Jahre 1870 teufte die Gewerkschaft Vereinigte General & Erbstollen hier im Bereich der Straßeneinmündungen Am Birkenwald/Am Ruhrort/Waldweg im Flöz Sonnenschein 87,5 m ü. NN den tonnlägigen Schacht Johannes ab. Der Schacht Johannes erreichte eine flache Teufe von 218 m. Er ging dabei weit unter die Sohle des Erbstollens (Nr. 3), die bei etwa 45 m flacher Teufe lag. Es wurde auf drei Tiefbausohlen abgebaut, deren dritte bei 213 m flacher Teufe lag. So konnte man auch im westlichen Teil der Berechtsame im Jahre 1871 den Tiefbaubetrieb unterhalb der Erbstollensohle aufnehmen. Das Flöz Sonnenschein wurde auf der Zeche General mit General Nr. 6, Wipsterz oder Großebank bezeichnet. Die im Schacht Johannes gewonnenen Kohlen der Flöze Sonnenschein, Wasserfall (General Nr. 6 oder Große Nebenbank) und Angelika (General Nr. 7) wurden auf der Generaler Pferdebahn (Tafel 9) zum Bahnhof Dahlhausen a. d. Ruhr transportiert. Die Zeche General hatte zu dieser Zeit auf ihren zwei Schachtanlagen Berger und Johannes eine Belegschaft von 812 Mann, von der 152.700 t Kohle gefördert wurden.

Schon 1875 musste nach starken Wassereinbrüchen der Betrieb wieder eingestellt werden. Die Flöze auf dem Nordflügel der Generaler Mulde sollten in Zukunft vom Schacht Berger (Tafel 25) gewonnen werden. Diesen Plan musste man aber bald wieder aufgeben, da auch auf Schacht Berger erhebliche Probleme mit der Wasserhaltung auftraten, die 1878 zur Stilllegung der Schachtanlage Berger führten.

Schacht Johannes  Profil Schacht Johannes

Grubenbild  Grubenbild Schacht Johannes

Karte Johannes  Karte Schacht Johannes


Tafel 7

Pinge - „Kohlengräberloch“

Standort: Waldweg im Meinholts Busch zwischen der Scharpenseelstraße und Am Ruhrort

Schon weit vor dem Jahr 1700 wurde hier im Meinholts Busch – das ist das Gehölz der beiden Erbkotten Oberste und Unterste Meinholt – am Waldweg zwischen Scharpenseelstraße und Am Ruhrort nach Kohle gegraben. Vom Tagebau nach Kohle, dem „Kohlengraben“, ist eine Trichterpinge zurückgeblieben.

Der Pingenzug liegt in der Karte zu Tafel 7 rechts oben.

Kohlengräberei  Kohlengräberei


Pinge  Eine Pinge des Pingenzugs März 2004


Pinge  Große Pinge mit Zungenhalde März 2004


Tafel 8

Tiefbauzeche Gewerkschaft Neuruhrort

Standort: Hörsterholz/Sandkuhle

Im Jahr 1940 erfolgte die Wiederinbetriebnahme der 1921 stillgelegten Stollenzeche Neu Ruhrort (Tafel 5). Drei Bergleute übernahmen die Ausrichtungsarbeiten. Im Jahr 1941 mussten wegen des Krieges alle Arbeiten eingestellt werden. Am 1. Oktober 1943 wurde eine neue Gewerkschaft Neuruhrort gegründet, die einen tonnlägigen Schacht abteufte, um im Tiefbau im eigenen Längenfeld im Flöz Finefrau und in Pachtfeldern der Essener Steinkohlenbergwerke AG sowie der Heinrich Bergbau AG in steiler Lagerung bis 60° Esskohle abzubauen. Der alte Stollen von Neu Ruhrort an der damaligen Scharpenseelstraße wurde aufgewältigt und ein neuer tonnlägiger Förderschacht abgeteuft. Die Aufwältigungs- und Abteufarbeiten des Förderschachtes erledigten 16 Bergleute. Wegen der Kriegseinwirkungen konnte erst im Jahre 1945 mit dem weiteren Ausbau und eigentlichen Abbau begonnen werden.

Als Orientierung bei der Einordnung des Fotos in Bezug auf die Karte hilft der oben rechts erkennbare Wasserturm.

Zeche Neuruhrort im Jahr 1959  Zeche Neuruhrort im Jahr 1959


Kartenausschnitt von 1966  Kartenausschnitt von 1966


Tafel 9

Generaler Kohlenbahn, Bremse und Bremsberg

Standort: Zwischen Hörsterholz und Waldweg im Scharpenseels Busch

Als die Gewerkschaft Vereinigte General & Erbstollen Anfang des Jahres 1793 begonnen hatte, aus dem General-Erbstollen Nr. 5 zu fördern (Tafel 3), legte sie schon bald einen etwa 800 m langen Schiebeweg vom Stollenmund (Austritt des Stollens an die Oberfläche) zur Kohlenniederlage (Umschlagplatz) an der Ruhr an.

In den folgenden Jahren trieb man den Erbstollen in nordöstlicher Richtung weiter vor, so dass sich die Kohleabbaustellen bis weit unter die Oberdahlhauser, Eppendorfer und Munscheider Höhen verlagerten. Die Kohle wurde nun nicht mehr durch den Stollen an die Tagesoberfläche transportiert. Vielmehr wurden tonnlägige und auch seigere Schächte bis auf das Niveau der Stollensohle niedergebracht und die Kohle mittels Haspelanlagen oder Göpelwerken an die Tagesoberfläche gefördert. Derartige Schächte standen im Bereich der heutigen Schlucht- und Scharpenseelstraße, an der Dahlhauser Straße und in der Blumenfeldstraße. Um die aus diesen Schächten auf der Höhe (115 m), hoch über dem Ruhrtal geförderten Kohlen bis zur Kohlenniederlage wirtschaftlicher an die Ruhr zu bringen, musste der Kohlentransport neu organisiert werden. Eine Pferdeeisenbahn transportierte übertägig die Kohle von den neuen Förderschächten bis zum Hang des Kassenberger Siepens. Der Höhenunterschied zwischen dem Oberdahlhauser Berg und der Talsohle von 30 m konnte durch einen sog. Bremsberg überwunden werden: Mittels eines Haspels (Winde) wurden die mit Kohle beladenen Wagen den Bremsberg hinabgelassen und gleichzeitig die leeren den Berg heraufgezogen. Eine Bahn entlang der Eibecke brachte dann die Kohlen zur Kohlenniederlage an der Ruhr.

Bremsberg  Bremsberg Haspelrampe  Haspelrampe


Punkt 10

Hof Scharpenseel

Standort: Trakehner Straße

Wohl schon sehr früh haben die auf dem Hof ansässigen Bauern die Kohlenvorkommen unter ihren eigenen Äckern, Wiesen und Buschgrundstücken und in der Umgebung gekannt und Bergbau betrieben. So bekam am 19. Dezember 1732 Heinrich Scharpenseel das Längenfeld Lauseplatte verliehen. Als am 31. Januar 1738 in der Bochumer Rentei das erste märkische Bergamt eröffnet wurde, war Johann Henrich Scharpenseel als einer der Hauptgewerken der Grafschaft Mark anwesend. Um 1900 zwangen wirtschaftliche Gründe, die eigenständige Landwirtschaft aufzugegeben. Bauwillige kauften einen Teil der parzellierten Ländereien. So entstand damals die Scharpenseelstraße mit ihrer beidseitigen Wohnbebauung. Der Hof kam in den Besitz des Kaufmanns Louis Lipper in Linden, dann 1910 an die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-A.-G., später an die Stadt Bochum. Diese gab einen Teil der Ländereien zur Bebauung an heimatvertriebene Landwirte für eine Nebenerwerbssiedlung an der Trakehner Straße frei, den größten Teil aber begrünte und forstete sie auf.

In den Jahren 1953 bis 1955 wurde auf Gartenland des ehemaligen Hofes Scharpenseel am Meinholtweg eine Siedlung für Mitarbeiter der Zeche Neuruhrort erbaut, um der Zeche einen Stamm von guten Bergleuten zu sichern. Es handelte sich um Einfamilieneigenheime mit Einliegerwohnung und Stallgebäude und ausreichendem Gartenland zur teilweisen Selbstversorgung der Einwohner. Die Erdarbeiten für die Kanalanschlüsse wurden in den Sommerferien 1954 durch Schüler und Studenten des Internationalen Bauordens des belgischen Paters Werenfried van Straaten, der als „Speckpater“ bekannt wurde, durchgeführt.

Hof Scharpenseel im Jahr 1938  Hof Scharpenseel im Jahr 1938


Bergmannshäuser am Meinholtweg  Bergmannshäuser am Meinholtweg


Tafel 11

Scharpenseelsbäncke

Stollen und Halde

Um 1715 wurde in diesem Bereich im Scharpenseels Busch - in der Nähe der heutigen Schluchtstraße und nördlich des ehemaligen Bauernhofes Scharpenseel - in einem Stollen Kohle dicht an der Tagesoberfläche abgebaut. Die Abbaubereiche wurden Scharpenseelsbäncke genannt.

Ausschnitt Flözkarte

1850 wurde in diesem Bereich auch ein Eisensteinflöz aufgefunden, das durch den Kaufmann Karl Berger, Repräsentant der Gew. Ver. General & Erbstollen unter der Bezeichnung Neu-Wales II gemutet wurde. Das Eisenerz trat hier als Toneisenstein in Nierenform auf. Unter der Bedingung, dass das abgebaute Eisenerz auf einer inländischen Hütte verhüttet würde, verlieh das Oberbergamt am 25. September der Gewerkschaft General die in diesem Bereich vorkommenden Eisenerze.
Gut sichtbar wird hier an dieser Stelle die Vorgehensweise beim alten Stollenbergbau: Das bei der Auffahrung eines Stollens im Berghang anfallende Bergematerial wurde als Zungenhalde auf der Talseite an der nördlichen Seite des heutigen Wanderweges vor dem Stollenmundloch abgelagert und diente als Arbeitsfläche für den Tagesbetrieb des Stollenbetriebes. Der verbrochene Stollenmund links hinter dieser Informationstafel sowie der Verlauf des Stollens sind als Einkerbung im Gelände deutlich zu sehen.

Stollenrelikte

Bei den hier verbliebenen Bergbaurelikten Stollen und Halde kann es sich eigentlich nicht um die Reste „wilden“ Abbaus in den Notzeiten nach 1945 handeln, wie auch schon vermutet wurde. In der Stollenpinge stehen zwei mächtige Buchen, die sicher weit über 100 Jahre alt sind. So ist das Ende des Bergbaus hier sicherlich auf vor 1850 zu vermuten.












Tafel 12

Schacht „Golgatha“

Standort: nördlich hinter dem Grundstück Hasenwinkeler Straße 217, zwischen der Hasenwinkeler Straße und der Straße Hohe Fuhr

Als sich im Jahre 1875 auf den Schächten Berger und Johannes die Wassereinbrüche häuften und in diesem Bereich auch die Kohlenvorräte zu Ende gingen, wurde 1875 östlich des Primus-Sprunges der Schacht 3 als Ersatz insbesondere für den tonnlägigen Schacht 1 „Berger“ in Dahlhausen, heute Am Alten General 24 (Punkt 25), als seigerer Schacht abgeteuft. Der Schacht 3 sollte Hauptförderschacht der Zeche General werden. Die Bergleute nannten den Schacht 3 „Schacht Goliath“ oder auch „Schacht Golgatha“.

Der Bergarbeiterdichter Heinrich Kämpchen, der bis zum großen Bergarbeiterstreik 1889 als Bergmann auf der Zeche Hasenwinkel arbeitete, dann wegen seiner führenden Rolle beim Streik seinen Arbeitsplatz verlor, hat in seinem Gedichtband „Was die Ruhr mir sang“ 1909 ein Gedicht auf den Schacht „Golgatha“ veröffentlicht und in ihm die vielen Grubenunglücke angeprangert.

Tafeleinweihung   Übergabe von Tafel 12


Heinrich Kämpchen  Heinrich Kämpchen


Tafel 13

Hof Köllermann

Standort: Straßenecke Höhenweg/Polterberg

Auf dem Hof Köllermann hat über Jahrhunderte eine alte und bedeutende Bauern- und Berggewerkenfamilie gesessen. Im Jahre 1486 wurden im Schatzbuch der Grafschaft Mark „Gerwin op den Karler“ und 1502 in einem Güterverzeichnis des Schellenberger Archivs „dat Keiller Guet“ genannt. Die Familie Köllermann war bei vielen Bergbauaktivitäten im Dahlhauser Revier zu finden. Mit der zunehmenden Industrialisierung kam um das Jahr 1900 auch der Hof Köllermann in den Besitz einer Bergbaugesellschaft. Vom eigentlichen Köllermannshof sind noch die ehemaligen Einlieger- und Gesindehäuser Köllerholzweg 91 und 89 vorhanden.

ehemaliger Hof Köllermann   ehemaliger Hof Köllermann



Tafel 14

Stollenschacht August

Standort: Zwischen Hasenwinkeler Straße und Polterberg

Schon vor dem Jahr 1698 zur Zeit des Sonnenscheiner Stollens legte der Gewerke Köllermann hier zwischen Polterberg und Hasenwinkeler Straße auf dem späteren Schulgrundstück (heute Supermarkt) am Westhang des Sonnenscheiner den tonnlägigen Stollenschacht August als Förderschacht der Zeche Sonnenschein an. Nachdem die Zeche Hasenwinkel zum Tiefbau übergegangen war, wurde der alte Schacht August in den Jahren 1864/1865 aufgewältigt und als ausziehender Wetterschacht für die Tiefbauzeche Hasenwinkel eingerichtet. Zur Verstärkung des natürlichen Wetterzuges diente seit dem Jahre 1869 im Schacht August etwa 12,5 m unter Tage ein Wetterofen.

Wetterofen August   Prinzip eines Wetterofens



Tafel 15/16

Pferdestall für Grubenpferde und „Piärrewiesche“

Standort: Polterberg, früher Polterberg 20 und Zwischen Polterberg und Hasenwinkelerstraße

Pferde wurden als die „treuen Helfer“ der Bergleute bezeichnet und über und unter Tage als „Lokomotiven“ im Material- und Kohlentransport eingesetzt. Zum größten Teil gehörten die in der Frühzeit des industriellen Bergbaus eingesetzten Pferde nicht den Zechen, sondern Firmen, die die Pferde an die Zechen vermieteten.
Von der Hauderei Bischoff aus Gelsenkirchen, die als größte Firma für den Verleih von über 6000 Grubenpferden auf dem europäischen Kontinent galt, wurde hier in Oberdahlhausen an der Straße Polterberg über viele Jahre hinweg eine Niederlassung (Verwalterstelle) für Grubenpferde unterhalten. Zu sehen sind heute hier auf dem Grundstück des ehemaligen Verwalterhauses und der Stallanlagen nur noch einige stark verwitterte und überwachsene Fundamente und Mauerwerksreste der ehemaligen Pferdeställe, die vor 1875 erbaut wurden.

Gegenüber den Stallanlagen am Polterberg lag die „Piärrewiesche“ (Pferdewiese), die noch als Grünfläche erhalten ist. Hier wurden die Grubenpferde in der Zeit des frühen Stollenbergbaus und später beim Tiefbau nach der Schicht zu „Erholungsurlauben“ auf die Weide getrieben. Kranke oder verletzte Pferde kamen hier auch „in Kur“, um gesund gepflegt zu werden.

Pferdewiese   Belegschaft der Hauderei mit Grubenpferden


Tafel 17

Maschinenhaus der Tiefbauzeche Hasenwinkel

Standort: Polterberg 10

Die Zeche Hasenwinkel wird zu den ältesten des Ruhrbergbaus gerechnet. Bergbau auf Kohle hat im Sonnenscheiner Stollen schon vor dem Jahre 1698 stattgefunden. Im Jahr 1861 ging man zum Tiefbau über und teufte den Förderschacht Julius Philipp ab, der nach dem um den Ruhrbergbau sehr verdienten Oberbergmeister Julius Philipp Heintzmann benannt wurde.
Am 1. Januar 1890 ging die für ihre gut verkokbare Fettkohle bekannte Zeche Hasenwinkel durch Kauf in den Besitz des Bochumer Vereins für Bergbau und Gussstahlfabrikation über. Der Bochumer Verein wollte sich mit dem Besitz der Zeche Hasenwinkel die Koksversorgung für seinen Hüttenbetrieb sichern. Dafür wurde eine Seilbahn zum Schacht 3 der Wattenscheider Zeche Marianne betrieben. Nach Erschöpfung der Kokskohlenvorräte wurde Hasenwinkel 1904 an die Gewerkschaft Friedlicher Nachbar verkauft, die im selben Jahr in den Besitz der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-A.-G. überging. Diese legte den Betrieb Hasenwinkel mit Friedlicher Nachbar zusammen. Ab 1919 wurde die Förderung unter Tage nach Friedlicher Nachbar transportiert. Hasenwinkel war danach bis zur Stilllegung 1926 nur noch Nebenschachtanlage.

Aus der Zeit um 1890 stammt das noch vorhandene Maschinenhaus des Schachtes Julius Philipp der Tiefbauzeche Hasenwinkel am Polterberg 10, das nach der Stilllegung der Zeche für Wohnzwecke umgebaut wurde.

Zeichnung Hasenwinkel   Situation der Schachtanlage um 1912 (v)


Maschinengbäude Hasenwinkel   Fördermaschinengebäude Hasenwinkel


Tafel 18

Wetterschacht Hasenwinkel

Standort: Polterberg, Einmündung in die Hasenwinkeler Straße

Ende 1888 genügte der alte Wetterschacht August (Punkt 14) nicht mehr den an ihn gestellten Anforderungen für die Wetterführung der Tiefbauzeche Hasenwinkel. So wurde ein neuer Wetterschacht geteuft. Erhalten ist noch das heute als Wohnhaus genutzte Ventilatoren- und Pumpenhaus zwischen Polterberg und Hasenwinkeler Straße.

Wetterschacht Hasenwinkel   der ehemalige Wetterschacht Hasenwinkel


 


Tafel 19

Markenkontrolle der Kokerei Hasenwinkel

Standort: Hasenwinkeler Straße 26

Die Kokerei Hasenwinkel ist eine der frühesten Kokereien im Ruhrgebiet. Bereits 1837 wurde hier in einfachen Back- oder Meileröfen Steinkohle verkokt. Im Jahre 1864 bauten die Eigentümer, nachdem die Zeche zum Tiefbau übergegangen war, eine neue Kokerei mit Flammöfen. Diese wurde weiter vergrößert und mit einer Seilbahn für den Kokstransport zu den Hochöfen des Bochumer Vereins ausgestattet (siehe Tafel 17). Im Jahr 1919 erfolgte die Stilllegung. Vorhanden von der Kokerei ist in der unten stehenden Ansicht das Gebäude der Markenkontrolle, Hasenwinkeler Straße 86, das als Wohnhaus und von einem Gewerbebetrieb genutzt wurde. Die letzten Reste verschwanden (auch der Schacht Theresia) beim Neubau der Brücke in den 1980er Jahren.

Markenkontrolle   Situation um 1940



Tafel 20

Göpelschacht Theresia

Standort: Am Sattelgut an der Einmündung in die Hasenwinkeler Straße, direkt am Wanderweg auf der ehemaligen Bahntrasse

Im Jahre 1822 wurde von der Gewerkschaft General & Himmelscroner Erbstollen (Nr. 1) an der heutigen Straßenecke Hasenwinkeler Straße/Am Sattelgut der erste Erbstollenschacht abgeteuft. Der Schacht Theresia erreichte bei etwa 22 m Teufe die Erbstollensohle und war mit einem Pferdegöpel ausgestattet und war bis 1848 als Förderschacht in Betrieb.

Am Schachtgebäude des Schachtes Theresia aus Ruhrsandstein, das nach der Stilllegung des Schachtes bis etwa 1970/72 als Wohnhaus genutzt wurde, war sehr deutlich die Form der Göpelschachtanlage zu erkennen: erhöhtes Göpelhaus mit angebauter niedrigerer Schachtkaue. Im erhöhten Göpelhaus wurde die senkrecht stehende Göpelwelle von Pferden gedreht. Dabei wickelte eine Seiltrommel die Seile, die über zwei Seilscheiben in der niedrigeren Schachtkaue zum Schacht umgelenkt wurden, gleichzeitig auf und ab, so dass der leere Kübel am Füllort unter Tage und der gefüllte über Tage standen. Die gesamte Förderung war vor Witterungseinflüssen geschützt. Heute ist nur noch der Schachtdeckel des verfüllten Schachtes Theresia vorhanden (im Gehölz hinter der Infotafel).

Göpelschacht Theresia  Schachthaus Theresia; hinten Bergehalde Hasenwinkel (Pfeil)

Pferdegöpel  Prinzip eines Pferdegöpels


Tafel 21

Primus-Sprung

Standort: Am Sattelgut/Am Hedtberg, zwischen Am Hedtberg und Voltastraße

Neben der Faltentektonik (Tafel 2) wird an diesem Standort Im Uhlensiepen die Bruchtektonik sichtbar. Die gefalteten Schichtpakete zerbrachen in größere Teile, die sich hoben bzw. ansenkten. Es entstanden dabei Horste und Gräben. Der Versatz liegt im Süden oft bei wenigen Metern, im Norden des Ruhrgebiets sind es mehrere 100 m bis maximal knapp 900 m. In der Anfangsphase des Tiefbaus fanden die Bergleute die versetzten Flöze hinter der Störung oft nicht wieder oder trafen auf eine andere Kohlensorte.

Die großen Sprünge wurden lateinisch durchnummeriert. Der erste ist der Primussprung. Hier (Tafel 21) liegt eine einzigartige Stelle im Ruhrgebiet. Das längs der Störung zerriebene Gestein wurde hier erodiert und zeichnet den Sprung nach. Der Ulensiepen ist das Resultat.

Horst und Graben   Prinzip Horst/Graben


Großtektonik Ruhrgebiet   Die Großstrukturen des Karbons im mittleren Ruhrgebiet


Tafel 22

Sonnenscheiner Erbstollen

Standort: Am Hedtberg, gegenüber dem Haus 34 (Jacobi)

Der Sonnenscheiner Erbstollen wurde im Jahre 1772 durch den Bauern und Gewerken Henrich Köllermann den Jüngeren aufgefahren. Das Mundloch lag am nördlichen Hang des Dahlhauser Tales etwa gegenüber den heutigen Häusern Am Hedtberg 34 bis 36.

Bis zum Jahre 1801 wurde im Sonnenscheiner Erbstollen Kohle abgebaut, zuletzt in fünf bauwürdigen Flözen. Insgesamt dienten sieben Schächte zur Förderung. 1801 wurde der Betrieb eingestellt und der Stollen abgeworfen. Im Gelände findet man heute keine Spuren dieses alten Bergbaus mehr. Vor einigen Jahren traf man an der Talseite der Straße Am Hedtberg bei Erdarbeiten im Bereich des ehemaligen Stollenmundlochs auf Reste einer kleinen Bergehalde.

Sonnenscheiner Erbstollen  Tafel Sonnenscheiner Erbstollen



Tafel 23

Stollen am „Koalhoapn“

Standort: Am Hedtberg gegenüber der Einmündung der Straße Krampenhof in die Straße Am Sattelgut

Sichtbar ist hier an der Straße Am Hedtberg noch der Stolleneingang mit Resten eines Schutzvorbaus aus dem Zweiten Weltkrieg, als dieser alte Bergbaustollen zum Luftschutzstollen ausgebaut wurde

Vor dem Auffahren des Sonnenscheiner Erbstollens im Jahre 1772 (Punkt 22) wurde hier durch Henrich Köllermann in den Flözen Wasserfall und Sonnenschein in der Hasenwinkeler Mulde Kohle abgebaut. In brennstoffknappen Notzeiten nutzte die Bevölkerung diesen alten Stollen immer wieder zum „wilden“ Kohlenabbau. Die dem Stollen gegenüberliegende Stelle zur Eisenbahn war von Kohle und Bergen durchsetzt und hieß bei den Anwohnern in der Zeit von 1900 bis etwa 1920 „Am Koalhoapn“ (am Kohlenhaufen).

Koalhoapn   Eingang zum Luftschutzstollen


 


Tafel 24

Kohlensammelbahn

„Hasenwinkeler Kohlenweg“ Standort: Am Sattelgut, Einmündung der Straße Krampenhof

Ab dem Jahr 1811 wurde die Kohlesammelbahn angelegt bis zum Juni/Juli 1838 bis zum Göpelschacht Theresia doppelgleisig ausgebaut. Im Mai 1838 wurden die Kohlen unter Tage bis zu den Schächten – auch die im Schacht Constanz August – in 8-Scheffelwagen zu Tage gehoben und von dort auf der Eisenbahn bis zur Kohlenniederlage an der Ruhr transportiert. 1863 war zum Anschluss an die durch die Zechen General und Hasenwinkel mitfinanzierte Eisenbahnstrecke Steele-Dahlhausen eine „Locomotivbahn“ vorhanden, die 1864/65 zur Normalspurbahn umgebaut wurde. 1868 erfolgte der Weiterbau über Weitmar zur Anschlussbahn Laer. 1870 wurde die Bahnstrecke durch die Bergisch Märkische Eisenbahnverwaltung übernommen. Mit der Stilllegung der angeschlossenen Zechen verlor der Bahnbetrieb seine Bedeutung und wurde im Jahre 1979 eingestellt. Heute verläuft der Wanderweg Dahlhausen-Weitmar auf der Bahntrasse, der ehemaligen „Kohlensammelbahn“ Dahlhausen – Weitmar – Laer – Langendreer. Ein rund zwölf Meter langes Gleisstück dokumentiert noch die Eisenbahntrasse.

Kohlensammelbahn   letzter Rest der ehemaligen Bahntrasse


Tafel 25

Schacht „Berger“

Standort: Am Alten General 24

Als in der Berechtsame der Gewerkschaft Ver. General & Erbstollen die Kohlenvorräte oberhalb der Sohle des General-Erbstollens Nr. 5 zu Ende gingen, begann die Gewerkschaft im Jahre 1853 an dieser Stelle, Am Alten General 24, eine Tiefbauschachtanlage einzurichten, um auch die Kohle unterhalb der Stollensohle abbauen zu können. Die Schachtanlage wurde nach dem Repräsentanten der Gewerkschaft, dem um den Ruhrbergbau verdienten Wittener Kaufmann Karl Berger, benannt. Als 1873 in Weitmar ein seigerer (senkrechter) Tiefbauschacht abgeteuft wurde, erhielt dieser die Bezeichnung Schacht 2. Der Schacht Berger, der weiterhin Hauptförderschacht blieb, wurde in Schacht 1 umbenannt.

Die Zeche General hatte im Schacht Berger ständig mit starkem Aufkommen von Grubenwasser zu kämpfen, so dass wiederholt die Erneuerung und Vergrößerung der Pumpen der Wasserhaltungseinrichtung erforderlich war. 18xx soffen nach einem Defekt der Wasserhaltungsmaschine die Grubenbaue unterhalb der 2. Sohle ab und 1878 traten erneut starke Wasserzuflüsse auf. Da such die Kohlenvorräte zu Ende gingen, kam der Betrieb auf der Schachtanlage Berger zum Erliegen. Von der Schachtanlage erhalten blieben nach der Stilllegung nach 1878 zu Wohnzwecken umgebauten Tagesanlagen: Schachthaus, Schmiede und Nebengebäude.
Es handelte sich so um ein sehr wichtiges Denkmal der Bergbauarchitektur für die gesamte Region, da der Typ des Schachthauses im Ruhrgebiet sehr selten geworden ist. Trotz Denkmalschutz wurde der Abriss genehmigt. Der Bauträger ging in Konkurs und aktuell ist nur die verlassenen Baugrube zu sehen. Dia Stollenmundlöcher sind zum Schutz zugeschüttet.

Schacht Berger   Ansicht 1920er Jahre

Schacht Berger   Ansicht 2008

Stollenmundlöcher   beim Abriss freigelegte Stollenmundlöcher - X (v)


Tafel 26

Brikettwerk Dahlhausen

Standort: An der Steinhalde 32, am Wanderweg auf der ehemaligen Kohlensammelbahn

Die „Brikettwerk Dahlhausen GmbH“ wurde am 23. Dezember 1897 mit dem Zweck gegründet, den Zechen Friedlicher Nachbar und Langenbrahm, die weder dem Kohlensyndikat noch dem Brikettverkaufsverein angehörten, die Produktion gewaschener Feinkohlen abzunehmen und zu Briketts zu verarbeiten.

Das Brikettwerk besaß neben den Betriebsanlagen mit Gleisanschluss etwa 16 Morgen Land und zwei Häuser für Betriebsbeamte und drei Arbeiterhäuser. Im Jahre 1908 wurde die „Brikettwerk Dahlhausen GmbH“ aufgelöst und ging ab 1. November auf die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-A.-G. über. Die Produktion wurde eingestellt. Die Gebäude des stillliegenden Brikettwerks wurden im Jahre 1912 an die Maschinenfabrik und Eisengießerei G. Wolff jr. in Linden verkauft. Hier erhielt der bekannte Lieferant der Kokereiindustrie den lange ersehnten Eisenbahnanschluss. Wahrscheinlich erfolgte damals ein Um- und Anbau der Hallen. Später befand sich hier der Sitz der Firma Hebben & Fischbach, ein Bergbau-Spezialbetrieb.

Brikettwerk Dahlhausen   ehemalige Brikettfabrik Dahlhausen


 


Punkt 27

Schacht Roeder

Standort: Hattinger Straße/Am Röderschacht/Einmündung Am Kirschbaum

Zum Ankurbeln des Landabsatzes nach Norden und ins Münsterland teufte 1848 die Gewerkschaft des Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollens an der Nordseite dieser im Bau befindlichen Straße xxx dem Schacht Constanz August einen neuen Förderschacht ab, der zu Ehren des Hattinger Justizkommissars Roeder den Namen Schacht Röder oder Roederschacht erhielt. Nachdem er die Sohle des Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollens bei 72,20 m Teufe erreicht hatte wurde er mit dem bisher auf dem Schacht Theresia stehenden Pferdegöpel ausgerüstet und begann im Dezember 1848 mit der Förderung.

Schon im Jahre 1854 nahm hier die Zeche Friedlicher Nachbar ihren Anfang, indem sie den Schacht Roeder zuerst von der Gewerkschaft Hasenwinkel-Himmelscrone pachtete, dann aber kaufte. Die Gewerkschaft Friedlicher Nachbar baute den Pferdegöpel in eine Dampfgöpelförderung um nutzte ihn bis zur Fertigstellung ihres ersten Schachts 1870. Danach wurde er verfüllt und die Betriebsgebäude zu Wohnungen umgebaut.

Schacht Roeder   Schachtgebäude mit später eingebauten Wohnungen

 


Tafel 28

Bergmannssiedlung „Am Röderschacht“

Standort: Am Röderschacht

Die Siedlung Roederschacht wurde von der Zeche Friedlicher Nachbar um 1890 errichtet, um den dort beschäftigten Bergleuten preiswerte Unterkünfte zu bieten und um sie an den Betrieb zu binden. Der Eigentümer baute 13 Hauseinheiten mit separaten Eingängen für je vier Mieter (Kreuzgrundriss). Vom selben Eigentümer sind 11 weitere Häuser des gleichen Typs in Linden Am Schamberge und am Am Sonnenberg (Baujahr 1900-1901) überliefert. Aufgrund der streng geometrischen Aneinanderreihung der Häuser gleichen Bautyps mit auffallend flach geneigtem Satteldach wurde diese Siedlung im Volksmund „Flachdachkolonie“ genannt. Zu jeder Wohneinheit gehörte auf der rückwärtigen Gartenseite ein freistehender, massiv gemauerter Stall mit Toilette, die nur über den Hof erreicht werden konnte.
Am 30. Oktober 1989 stellte die Stadt Bochum, Untere Denkmalbehörde, die Siedlung unter Denkmalschutz. In enger Zusammenarbeit mit der Siedlungseigentümerin VEBA IMMOBILIEN AG wurde 1990/93 eine Restaurierung der Siedlung im Sinne der Denkmalpflege vorgenommen.

Siedlung Roederschacht   Ansicht in den 1930er Jahren


Tafel 29

Tunnel Baaker Mulde

Standort: östlich der Straße Am Röderschacht unterhalb der Straße Am Kirschbaum. Wegen Wildwuchses ist dieser Standort kaum begehbar.

Als der Bau der Eisenbahnstrecke Dahlhausen – Weitmar begonnen hatte, suchte die Zeche Johann Friedrich, die später in Baaker Mulde umbenannt wurde, einen Anschluss an diese Bahn. Dies ließ sich dadurch erreichen, dass die Zeche durch den nördlich vorliegenden Lindener Sattel eine Strecke trieb, die als Pferde-Förderbahn genutzt werden konnte. Vom Jahre 1869 an erfolgte der Versand der Kohlen über diese Förderbahn. Das Mundloch dieses Pferdebahntunnels befand sich ungefähr gegenüber der heutigen Gaststätte Gremmel, Munscheider Straße 166.

Im Zusammenhang mit der Erneuerung ihrer Tagesanlagen legte die Zeche Baaker Mukde im Jahre 1894 einen neuen normalspurigen Eisenbahnanschluss an die Eisenbahnstrecke Dahlhausen – Weitmar – Laer an. Der Anschluss wurde mit Hilfe eines 350 Meter langen Tunnels hergestellt. Das südliche Tunnelportal mit dem Zechennamen „Baaker Mulde“ und der Jahreszahl „1894“ in den Schlusssteinen ist noch erhalten und wurde im Eisenbahnmuseum aufgestellt. Das nördliche Portal ist zugeschüttet, die Trasse im Waldstreifen hinter der Tafel erkennbar.

Tunnel Baaker Mulde   Stollenportal vom dem Zuschütten 1982


 


Tafel 30

Schacht Constanz August

Standort: Parkplatz im Bereich des Hauses Munscheider Straße 166

Nach der Konsolidation von Hasenwinkel-Sonnenschein und General-Himmelscrone zum „Hasenwinkel und Himmelscroner Erbstollen“ wurde in Munscheid neben der heutigen Gaststätte Wunderbau, Munscheider Straße 166/Ecke Röderschacht, im Jahre 1829 der seigere Schacht Constanz August mit einer Teufe von etwa 33 Metern abgeteuft. Er war von 1855 bis 1866 Förderschacht für das Westfeld der Gewerkschaft und hatte als Fördermaschine einen Dampfgöpel. Danach war er 1889 Wetterschacht. Später fand das Schachtgebäude mindestens bis 1972 als Wohnhaus eine Nutzung. Nach dem Abriss ist hier ein Parkplatz. Der Schacht ist mit einem Revisionsdeckel versehen.

Der Dampfgöpel war leistungsfähiger als ein Pferdegöpel und jederzeit einsetzbar.

Schacht Constanz August  Schachthaus Constanz August


Dampfgöpel  Prinzip eines Dampgöpels (rechts Dampfmaschine)


Punkt 31

Die ehemalige Bergmannssiedlung „Die Burg“

Standort: An der Steinhalde 46 – 52

Der mit der Einführung des Tiefbaus einsetzende Anstieg der Förderung auf der Zeche zwang aber bald den Grubenvorstand der Gewerkschaft Hasenwinkel dazu, auch aus anderen Gegenden Bergarbeiter anzuwerben und durch die Zeche selbst Wohnhäuser und kleinere Siedlungen wie die Beamtenwohnhäuser an der heutigen Hasenwinkeler Straße und Scharpenseelstraße zu bauen. Bei diesen Häusern machen sich bergische Einflüsse bemerkbar, was man heute noch an den schieferbeschlagenen Fassaden erkennen kann.
An der Steinhalde 46 bis 52, damals Haldenstraße, wurde um 1880 eine kleine Kolonie mit vier Häusern gebaut, die – mit Eingängen an den vier Hausecken versehen – jeweils vier Familien Wohnraum boten. Die gesamte Kolonie, die im Volksmund „Die Burg“ hieß, bot so 16 Familien Platz.

Die Siedlung wurde im Jahr xxx saniert. Dabei blieb nur einer der ehemalige Ställe hinter den Häusern erhalten. Trotzdem kann der ursprüngliche Charakter noch nachempfunden werden.

„Die Burg“ - vorher   Häuser vor der Renovierung (Vorderseite)


„Die Burg“ - nachher   Häuser nach der Renovierung (Rückseite)


Tafel 32

Bergehalde der Zeche Hasenwinkel

Standort: An der Steinhalde am Verbindungsweg zum Wanderweg auf der ehemaligen Kohlensammelbahn

Zwischen der Straße An der Steinhalde und dem Wanderweg auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke befindet sich eine Waschbergehalde, die aus der Betriebszeit der Tiefbauzeche Hasenwinkel stammt. Die Halde ist nicht mehr in ihrer ursprünglichen Ausdehnung und Höhe vorhanden. Als Anfang der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts wieder einmal Material für den Bergeversatz auf der Zeche Friedlicher Nachbar knapp wurde, trieb man einen Stollen vom Schacht Friedlicher Nachbar 1 aus zu dieser Hasenwinkeler Halde vor, der 1932 mit einer Länge von 530 Metern fertig gestellt war. Durch diesen Stollen wurde ein Teil des Hasenwinkeler Haldenmaterials als Bergeversatz zur Schachtanlage Friedlicher Nachbar transportiert. Im Laufe der Jahre hat sich die alte Bergehalde selbst naturiert und bewaldet. So ist sie zu einem Abenteuerspielplatz für Kinder geworden.

Die Entwicklung der Bergehalden  Die Entwicklung der Bergehalden


Ausserhalb des Lehrpades befinden sich noch einige zur Thematik gehörende Standorte, teilweise mit Informationstafeln

Tafel 33

Heinrich Kämpchen

Standort: Dr.-C.-Otto Straße 46

Am Wohnhaus von Heinrich Kämpchen erinnert eine Tafel an den Bergarbeiterdichter.

Wohnhaus   Infotafel zu Heinrich Kämpchen (anklicken) Wohnhaus   Wohnhaus


Tafel 34

Nöckersberger Sattel

Standort: Lewacker Straße

Hoch oben auf dem Nöckersberger Sattel thronte das Restaurant Horkenstein (1900-1960), rechts daneben das „Kurhaus“, ein Wohnhaus (1900-November 2012); direkt darunter an der Lewacker Straße (Ruhrstraße bis 1929) lag die Schankwirtschaft „Eselstall“ (1900 - Januar 2005), von wo die Gäste auf dem Rücken eines Esels über Serpentinen das Restaurant erreichen konnten.
Hinter der Veranda ist der Anschnitt des Nöckersberger Sattels erkennbar.

Nöckersberger Sattel   Ansicht in den 1920er Jahren Nöckersberger Sattel   Der zugemauerte Bierkeller der Gaststätte


Punkt 35

Fossilienwand

Standort: Lewacker Straße / Am Krüzweg

Neben dem Parkplatz ist in der Steilwand ein Pflanzenrest des Steinkohlenwalds der Karbonzeit zu erkennen; bei feuchtem Wetter besser. Es handelt sich um den Wurzelboden mit Pflanzenabdrücken eines Bärlappgewächses (Sigillaria). Es wurde bis zu 40 m hoch. Der 10 cm breite Streifen zeigt die Stigmarien, die als Wurzelvorläufer angesprochen werden können.

Sigillaria   Sigillarienabdruck


Punkt 36

Lindener Sattel

Lewacker Straße an der Schwimmbrücke

An der Lewacker Straße ist eine dichte Folge von Sätteln und Mulden aufgeschlossen. Der bedeutendste Sattel ist der Lindener Sattel, auf dem die Hattinger Straße von Weitmar bis zum Lindener Marktplatz verläuft. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war der Aufschluß ein beliebtes Anschauungsobjekt. Nur kurz wieder sichtbar bei Straßenbauarbeiten ist aktuell von einem Sicherungsnetz verdeckt.

Lindener Sattel   Ansicht in den 1930er Jahren Lindener Sattel   Freilegung bei Bauarbeiten 2016 Lindener Sattel   Sicherungsnetz


Tafel 37

Stollenmundloch Glücksonne / Friedlicher Nachbar

Standort: Lewacker Straße

Das Stollenmundloch und seine Geschichte ist unter dem Punkt beschrieben.

Glücksonne   Aktuelle Situation


Tafel 38

ehem. Zeche Ver. Dahlhauser Tiefbau

Standort: Lewacker Straße

Die Geschichte der Zeche begann 1852 mit Stollenbergbau und endete 1965. Bis 1971 wurde der Schacht 2 noch als Außenschacht der Essener Zeche Carl Funke für die Seilfahrt genutzt.

Dahlhauser Tiefbau   Informationstafel am Parkplatz Dahlhauser Tiefbau   Ansicht in den 1960er Jahren


Tafel 39

Flöz Wasserfall

Standort: ehem. Zechengelände Ver. Dahlhauser Tiefbau

Der Flözaufschluss befindet sich am nördlichen Rand des heutigen Freizeitgeländes oberhalb der Ruhr. Unter dee Menuepunkten Tafeleinweihung und Freilegung gibt es Informationen zum Standort.

Flöz Wasserfall   Flöz Wasserfall mit Infotafel


Die ehemaligen Tiefbauzechen im Bereich des Lehrpfads waren Dahlhauser Tiefbau, General, Hasenwinkel und Friedlicher Nachbar. Dazu sind ausführliche Informationen auf der Site ruhrzechenaus.de zu finden (Menuepunkt Zechauswahl).


Quellen:


Unter bergmannstisch-bo-sued.de zusammengefaßt: Gantenberg, Martin D. W., Ganterberg, Walter E., Rescher, Norbert und Wührl, Engelbert.

Cornelsen Verlag: Mensch und Raum. GEOGRAPHIE - Raumanalyse: Naturraum, Ökologie, Wirtschaft. Berlin 1998

Vereinigte Stahlwerke A.-G.: (Zechenbeschreibung) Die Schachtanlage Friedlicher Nachbar in Bochum-Linden. Reihe: Die Steinkohlenbergwerke der Vereinigten Stahlwerke A.-G.

Wagenbreth, Otfried; Düntz, Helmut, Gieseler, Albert: Die Geschichte der Dampfmaschine. Historische Entwick­lung – Industriegeschichte – Technische Denkmale. Münster 2002

Wirtschaftsvereinigung Bergbau (Hg.): Das Bergbauhandbuch. Essen 1983